Verkaufsprozess ohne Erfolg. Liquiditätslage lässt keine Fortführung zu. Operatives Geschäft und Zukunftskurs der DIHAG-Gruppe nicht betroffen

Walzengießerei Coswig vor der Schließung

 Pressemitteilung, Düsseldorf, 9. Oktober 2026

Die Geschäftsführung der Walzengießerei Coswig GmbH (WGC) hat die Belegschaft am 7. Oktober darüber informiert, dass der Verkaufsprozess zu keinem Erfolg geführt hat und der Betrieb aus Liquiditätsgründen nicht mehr wirtschaftlich fortgeführt werden kann. Die WGC geht davon aus, den Standort mit seinen 170 Beschäftigten vollständig schließen zu müssen. Die erforderlichen Verhandlungen mit der Belegschaftsvertretung werden nun aufgenommen.

Ursachen sind die anhaltend niedrige Auslastung, der starke Wettbewerbsdruck aus Asien und die hohen Energiepreise. Die Hauptkunden waren nicht bereit, die Sanierung mitzutragen. Auch in den Gesprächen mit den Sozialpartnern ließen sich keine tragfähigen Lösungen erzielen. Ein M&A-Prozess blieb ohne Erfolg, da sich kein Investor für eine Übernahme fand.

„Diese Entscheidung ist uns außerordentlich schwergefallen. Wir haben alle Optionen geprüft, um sie zu vermeiden, mussten aber schlussendlich im Gesamtinteresse der Gruppe und ihrer Beschäftigten handeln“, erklärt Viktor Babushchak, Geschäftsführer der Walzengießerei Coswig.. „Selbstverständlich werden die betroffenen Mitarbeitenden fair und respektvoll durch diesen Prozess begleiten.“

Die WGC war bereits durch Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung im November 2025 von der übrigen Gruppe entkoppelt worden. Weder die operative Tätigkeit noch der Zukunftskurs der übrigen DIHAG-Gruppe sind daher von dieser Entwicklung betroffen. Die DIHAG strafft ihre Strukturen, konzentriert sich auf ihre zukunftsfähigen Standorte und investiert dort gezielt in Qualitätsführerschaft, Innovation und profitables Wachstum. So sichert sie die große Mehrzahl ihrer Arbeitsplätze und setzt ihren Weg zu Europas erster Adresse für intelligenten Guss konsequent fort.

Über die DIHAG
Die DIHAG Integrated Foundry Group ist eine der führenden Gießerei-Allianzen Europas außerhalb des Automotive-Sektors. Sie liefert jährlich mehr als 120.000 Tonnen Guss, beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende und steht für Gesamtinvestitionen von mehr als 400 Millionen Euro.

Pressekontakt: Tobias Orsowa, Unternehmenskommunikation, +491719740942, orsowa@dihag.com